🎙️ Experten-Interview · HubSpot · CRM-Praxis

HubSpot einführen – oder lieber nicht?
7 ehrliche Antworten aus der CRM-Praxis mit Ivan Jung

„HubSpot einführen oder nicht" – diese Frage bekommt Ivan Jung seit Jahren gestellt. Meistens kurz bevor jemand unterschreibt. Manchmal danach, wenn's schon zu spät ist.

Ivan Jung ist HubSpot-Experte, kein HubSpot-Verkäufer. Den Unterschied merkt man an den Antworten. Zusammen mit mir, Jochen Pfister, beantwortet Ivan hier sieben Fragen, die Kunden bzw. HubSpot-Interessenten wirklich stellen – nicht die, die im Sales-Deck stehen.

Ivan-Alexander Jung, HubSpot Certified Admin und Spezialist für Marketing Automation, im Interview mit Jochen Pfister

Ivan-Alexander Jung

HubSpot Certified Admin seit 2016 · Marketing Operations & Automation
HubSpot CRM-Architektur Marketing Automation
🔗 Ivan Jung auf LinkedIn
✍️ Interview: Jochen Pfister
🎙️ Experte: Ivan-Alexander Jung
📅 28.08.2026
⏱️ ca. 12 Min. Lesezeit
🏷️ CRM · HubSpot · Marketing Automation
18+ Jahre digitales Marketing
HubSpot Certified Admin seit 2016
Lead-to-Demo-Conversion auf 40 %
DACH-Markt auf 2.000+ zahlende Kund:innen skaliert
Experte, kein Verkäufer

Kurz gesagt: Ja, wenn Marketing, Vertrieb und Service wirklich zusammenarbeiten sollen und das Budget für Professional oder höher reicht. Nein, wenn du nur ein Vertriebstool brauchst oder knapp bei Kasse bist – dann gibt's günstigere Wege zum gleichen Ziel. Free und Starter reichen selten lange. Der Rest steht unten.

Porträt von Ivan-Alexander Jung, HubSpot-Experte

Ivan-Alexander Jung

HubSpot Certified Admin · zuletzt Demand Generation & Marketing Automation Specialist (DACH) bei Phorest GmbH

Ivan-Alexander Jung ist seit über 18 Jahren im digitalen Marketing unterwegs, davon der überwiegende Teil mit HubSpot als zentralem System seiner digitalen Inbound-Strategie. Zuletzt verantwortete Ivan als Demand Generation & Marketing Automation Specialist (DACH) bei Phorest GmbH die CRM-Architektur und Nurturing-Automatisierung, mit denen er die Lead-to-Demo-Conversion auf 40 % gesteigert und den DACH-Markt auf über 2.000 zahlende Kund:innen skaliert hat. HubSpot Certified Admin seit 2016.

HubSpot Marketing Automation CRM-Architektur Inbound-Strategie Certified Admin seit 2016
🔗 Ivan-Alexander Jung auf LinkedIn

HubSpot ist kein einzelnes Tool, sondern ein Baukasten aus Hubs: Marketing, Sales, Service, Content, Data – plus eine kostenlose CRM-Basis, auf der alles aufbaut. Jeder Hub läuft in vier Stufen: Free, Starter, Professional, Enterprise. Die Free-Version ist wirklich dauerhaft kostenlos, aber eng begrenzt bei Nutzern und Kontakten. Sobald Automatisierung, individuelle Reports oder mehr Lizenzen ins Spiel kommen, wird's teuer – und das ziemlich schnell.

Warum dieses Interview: Ivan Jung ist HubSpot-Experte, kein HubSpot-Verkäufer. Den Unterschied merkt man an den Antworten.

Das Interview

7 Fragen, die Interessenten wirklich stellen —
nicht die aus dem Sales-Deck

Jochen Pfister im Gespräch mit Ivan-Alexander Jung über Einführung, Kosten, Grenzen und Alternativen von HubSpot.

Frage 01 · Der teuerste Fehler
Jochen Pfister

Was ist der teuerste Fehler, den Unternehmen bei der HubSpot-Einführung machen?

Ivan-Alexander Jung
Ivan-Alexander Jung

Der teuerste Fehler ist, HubSpot einzuführen und dann nur zum E-Mail-Versand zu nutzen. Das kommt öfter vor, als man denkt.

Man sammelt Daten – aber bereitet sie nicht auf. Die Daten arbeiten nicht für einen, sie liegen nur da. Und ohne saubere Prozesse dahinter bleibt HubSpot ein teures Postfach. Das eigentliche Potenzial – Automatisierung, Lead-Scoring, saubere Übergaben zwischen Marketing und Vertrieb – bleibt komplett ungenutzt. Man zahlt für eine Plattform und nutzt zehn Prozent davon.

Frage 02 · Kostenlos starten – wo entstehen echte Kosten?
Jochen Pfister

Viele starten mit der Free-Version. Wo genau kippt das ins Kostenpflichtige?

Ivan-Alexander Jung
Ivan-Alexander Jung

HubSpot zeigt dir gerne, dass du mit der Plattform wachsen kannst – und lässt sich dann an genau diesem Wachstum beteiligen. Klingt fair, ist es auch, solange man aufpasst.

Teuer wird's an zwei Stellen: Wenn man freigiebig mit Lizenzen um sich wirft – jeder neue Kollege bekommt mal eben einen Sitz, ohne zu prüfen, ob er ihn wirklich braucht. Und wenn man zu schnell weitere Hubs dazubucht, weil ein Feature verlockend aussieht, ohne dass der vorhandene Hub überhaupt ausgereizt ist. Beides zusammen treibt die Rechnung deutlich schneller nach oben, als die meisten erwarten.

Frage 03 · Schnittstellen und Integrationen
Jochen Pfister

Wie sieht's bei HubSpot in der Praxis aus, wenn andere Tools angebunden werden müssen?

Ivan-Alexander Jung
Ivan-Alexander Jung

Das klappt in der Regel sehr gut. HubSpot bringt eine große Auswahl an Schnittstellen mit, für die meisten gängigen Tools findet sich eine fertige Integration.

Ein Punkt, den viele unterschätzen: die Sync-Zeiten. Die Daten laufen nicht in Echtzeit zwischen HubSpot und dem angebundenen Tool hin und her, sondern in Intervallen, die je nach Integration variieren. Wer darauf Prozesse aufbaut, die auf sofortige Aktualität angewiesen sind, sollte das vorher prüfen – sonst wundert man sich, warum ein Kontakt „noch nicht da" ist.

Frage 04 · Wann HubSpot nicht passt
Jochen Pfister

Für welche Unternehmen oder Situationen würdest du klar von HubSpot abraten?

Ivan-Alexander Jung
Ivan-Alexander Jung

Eine feste Mitarbeiterzahl als Grenze zu nennen, wäre unseriös – aber als grobe Richtung: Ab etwa 20-30 Mitarbeitenden kann HubSpot passen, darunter wird es oft schwierig, die Investition zu rechtfertigen.

Auch die Branche spielt eine Rolle. Für SaaS-Unternehmen passt HubSpot sehr gut – das Geschäftsmodell und die Prozesse dahinter passen einfach zusammen. Für E-Commerce gibt es dagegen spezialisierte Systeme wie Klaviyo, die für diesen Anwendungsfall besser geeignet sind. Und bei sehr großen Unternehmen kommt oft eher Salesforce Pardot ins Spiel als HubSpot.

Frage 05 · HubSpot vs. Salesforce vs. Pipedrive vs. Zoho
Jochen Pfister

Wie würdest du diese vier kurz und knackig gegeneinander positionieren?

Ivan-Alexander Jung
Ivan-Alexander Jung

Ich habe keine Migrationsprojekte geleitet – meine Erfahrung liegt auf der HubSpot-Seite, wo ich Einführungen und Ausbau begleitet habe. Aus dieser Perspektive und dem, was ich am Markt sehe:

HubSpot spielt seine Stärke aus, wenn Marketing und Vertrieb wirklich auf derselben Datenbasis arbeiten sollen. Pipedrive ist für reine Vertriebsteams gebaut – sehr gutes Pipeline-Management, aber wenig bis keine Marketing-Automatisierung. Sobald Service und Marketing mit rein sollen, stößt es an Grenzen. Salesforce ist die Wahl für große, komplexe Organisationen mit eigener Admin-Mannschaft – für kleinere Teams meist zu viel und zu teuer in der Anpassung. Zoho ist oft die günstigste Gesamtlösung, besonders wenn man bereits andere Zoho-Produkte nutzt, wirkt in der Bedienung aber weniger aufgeräumt.

Kurz: Pipedrive für reinen Sales-Fokus, Zoho für den Preis, Salesforce für Enterprise-Tiefe, HubSpot dort, wo Marketing und Vertrieb zusammenwachsen sollen.

Frage 06 · HubSpot AI – Nutzen oder Hype?
Jochen Pfister

Wie schätzt du die KI-Funktionen in HubSpot ein – echter Mehrwert oder eher Marketing-Buzzword?

Ivan-Alexander Jung
Ivan-Alexander Jung

Kommt drauf an, wofür man sie nutzt. Für die Content-Erstellung fand ich Breeze, den von HubSpot eingebauten KI-Assistenten, bisher nicht so stark – da vertraue ich lieber auf andere LLMs, die ich mir individuell customisiere.

Wo es dagegen wirklich hilft: um schnell einen Workflow bauen zu lassen und danach anzupassen. Auch um sich bestimmte Reports zusammenstellen zu lassen, ist es schon sehr gut. Da spart die KI tatsächlich Zeit – nicht bei der Kreativarbeit, sondern beim Aufbau der Struktur dahinter.

Frage 07 · Was vor der Einführung geklärt werden muss
Jochen Pfister

Was sollte ein Unternehmen intern klären, bevor es überhaupt mit der HubSpot-Einführung startet?

Ivan-Alexander Jung
Ivan-Alexander Jung

Eine ganze Reihe von Dingen, die gerne übersprungen werden, weil man einfach loslegen will:

Wie sieht das Pipeline-Management aus, und wie läuft der Handshake zwischen Marketing und Sales? Wie ist der bestehende Techstack aufgebaut – sollen andere Tools ersetzt werden, eingebunden werden oder nebenher weiterlaufen? Wenn eingebunden, läuft das dann sauber per API? Und lassen sich Daten und Opt-ins überhaupt einfach migrieren, ohne dass dabei etwas verloren geht?

Der wichtigste Punkt kommt aber oft zu kurz: Die Teams müssen in die Entscheidung eingebunden werden. Wird das Tool von den Usern nicht angenommen oder nur widerwillig genutzt, wirkt sich das direkt auf die Sorgfalt aus, mit der Daten hinterlegt werden – etwa auf Lead-Qualität oder Closed-Leads. Und genau diese Daten sind für Marketing entscheidend, um Kampagnen anzupassen. Schlechte Datenpflege im Vertrieb wird so zum Problem im Marketing, obwohl es dort niemand verursacht hat.


Ehrlich gegengeprüft

7 Gründe gegen HubSpot

1

Es wird nur zum E-Mail-Versand genutzt

Der Klassiker: HubSpot wird eingeführt, aber nie über den E-Mail-Versand hinaus genutzt. Automatisierung, Lead-Scoring, saubere Prozesse – alles ungenutztes Potenzial, für das trotzdem bezahlt wird.

2

Unkontrollierte Lizenzvergabe

Wer freigiebig mit Sitzen um sich wirft oder zu schnell weitere Hubs dazubucht, ohne den vorhandenen Hub ausgereizt zu haben, treibt die Kosten schneller nach oben als geplant.

3

Kein dedizierter Verantwortlicher

Ohne einen dedizierten Admin oder zumindest einen Marketing Automation Manager mit Admin-Rechten fehlt die zentrale Instanz, die das System sauber hält.

4

Datenschutz ohne klare Verantwortung

Ein CRM speichert viele sensible Kundendaten. Ohne klare Rollenverteilung – wer hat Admin-Rechte, wer verantwortet den Datenschutz – wird das schnell zum Risiko.

5

Unsaubere Daten

Ein Problem, das viele HubSpot-Installationen plagt: Ohne jemanden, der die Datenqualität im Blick hat, verschmutzt die Datenbank – und die Bereinigung im Nachhinein wird teuer.

6

Unwissenheit über Vertragskonditionen

Account Manager bei HubSpot haben in der Regel Verhandlungsspielraum – wer das weiß, kann ihn auch ausschöpfen. Wichtig dabei: die eigene Unternehmensentwicklung im Blick behalten. Sollen in den nächsten Monaten neue Kollegen im Sales oder Marketing dazukommen? Dann lohnt es sich, das direkt mitzuverhandeln, statt alle paar Monate ans Lizenz-Limit zu stoßen und nachzukaufen – meist zu schlechteren Konditionen, als man sie hätte aushandeln können.

7

Fehlende Passung für kleine oder wenig digitale Unternehmen

Wenn die digitale Basis und saubere Prozesse fehlen, bringt auch die mächtigste Plattform nichts – man zahlt für Funktionen, die man mangels Reifegrads nicht nutzen kann.

Entscheidungsmatrix

HubSpot, Salesforce, Pipedrive und Zoho
im direkten Vergleich

Bewertung von 1 (schwach) bis 5 (stark). Ideal zum schnellen Durchscrollen vor der Systementscheidung.

Entscheidungsmatrix CRM-Systeme: HubSpot, Salesforce, Pipedrive, Zoho
Kriterium HubSpot Salesforce Pipedrive Zoho
Preis 4 2 4 5
Skalierbarkeit 5 5 2 4
Marketing-Automatisierung 5 3 2 4
Ease of Use 5 2 5 2
Reporting 4 5 3 4
Support 5 4 3 3

Die HubSpot-Bewertung basiert auf eigener Praxiserfahrung, die Werte für Salesforce, Pipedrive und Zoho auf aktueller Marktrecherche.

Salesforce

Teuer und komplex in der Bedienung, dafür unschlagbar in Skalierbarkeit und Reporting-Tiefe. Marketing-Automatisierung erfordert oft ein separates Zusatzprodukt.

Pipedrive

Günstig und extrem einfach zu bedienen, aber schwach bei Skalierbarkeit über reinen Vertrieb hinaus und bei Marketing-Automatisierung.

Zoho

Beim Preis kaum zu schlagen, gute Skalierbarkeit durch Zoho One, aber am wenigsten intuitiv, und Reporting-Tiefe braucht oft das separate Zoho Analytics.

Interaktiv

HubSpot Fit Score

Klick an, was auf dein Unternehmen zutrifft. Der Score aktualisiert sich sofort.

Dein Ergebnis 0 von maximal 10 Punkten

0-3 Punkte oder negativ – eher kein Fit

Alternative prüfen (z. B. Pipedrive, Klaviyo, Zoho).

8-10starker Fit: HubSpot lohnt sich wahrscheinlich
4-7bedingter Fit: einzelne offene Punkte vor dem Start klären
0-3eher kein Fit: Alternative prüfen (z. B. Pipedrive, Klaviyo, Zoho)
Umsetzung

90-Tage-Einführungsplan

Drei Phasen, die aufeinander aufbauen – vom Fundament bis zur Aktivierung.

Tag 1-30
Fundament

Fundament

Daten importieren und bereinigen, Opt-ins anlegen. Rollen und Rechte definieren – wer bekommt welche Admin- oder Nutzerrechte, wer ist für Datenschutz verantwortlich. Parallel dazu: Techstack-Entscheidung treffen – welche Tools werden ersetzt, welche eingebunden, welche laufen weiter nebenher. Diese Entscheidung muss stehen, bevor Daten strukturiert importiert werden, sonst wird in Phase 2 nachjustiert. Und: Team einbinden, nicht erst informieren. Wer HubSpot mitgestaltet, pflegt später auch die Daten sauberer.

Tage 31–60
Aufbau

Aufbau

System-E-Mails anlegen, Formulare bauen. Schnittstellen zu den in Phase 1 festgelegten Tools technisch umsetzen und testen – inklusive realistischer Erwartungen an Sync-Zeiten, die selten in Echtzeit laufen. Erste Schulungen für die Teams, die täglich mit dem System arbeiten werden.

Tage 61–90
Aktivierung

Aktivierung

Kontakte segmentieren, darauf aufbauend Nurturing definieren und anlegen, erste Workflows bauen. Reporting geradeziehen, damit von Anfang an sichtbar ist, was funktioniert – und damit die Datenpflege im Team nicht zur Nebensache wird.

Fazit von Jochen Pfister

Meine 5 Erkenntnisse
aus dem Gespräch

1

Der teuerste Fehler ist unsichtbar, bis er teuer wird

HubSpot nur als E-Mail-Tool zu nutzen, sieht auf den ersten Blick nicht nach Verschwendung aus – man verschickt ja E-Mails. Erst im Vergleich mit dem, was möglich wäre, wird sichtbar, wie viel Potenzial ungenutzt bleibt.

2

Ohne einen Verantwortlichen bleibt jede Einführung Stückwerk

Ob Lizenzkosten, Datenqualität, Datenschutz oder Vertragskonditionen – fast jedes Problem, das im Gespräch aufkam, führt zurück auf dieselbe Ursache: Es fehlt jemand, der die Verantwortung dafür trägt.

3

Technik ist der leichtere Teil, Akzeptanz der schwerere

Schnittstellen, Migrationen, Workflows – all das lässt sich lösen. Ob die Teams das System wirklich nutzen und Daten sauber pflegen, entscheidet sich woanders: an der Einbindung der Menschen, nicht an der Technik.

4

HubSpot ist kein Universalwerkzeug – und will es auch nicht sein

Für SaaS-Unternehmen ein starker Fit, für E-Commerce meist die falsche Wahl, für sehr kleine oder wenig digitale Unternehmen zu früh. Die Stärke von HubSpot liegt genau dort, wo Marketing und Vertrieb zusammenwachsen sollen – nicht überall.

5

KI ist (noch) ein Werkzeug für Struktur, kein Ersatz für Kreativität

Wo HubSpot AI wirklich hilft, ist beim schnellen Aufbau von Workflows und Reports – nicht bei der Content-Erstellung. Der Hype und der tatsächliche Nutzen liegen an unterschiedlichen Stellen.

Über die Gesprächspartner

Wer hinter diesem Interview steht

Ivan-Alexander Jung, Spezialist für Marketing Operations und HubSpot-Architektur

Über Ivan-Alexander Jung

Marketing Operations & Automatisierung · HubSpot-Architektur

Ivan-Alexander Jung ist Spezialist für Marketing Operations und Automatisierung mit Fokus auf HubSpot-Architektur, KI-Integration und die technische Verbindung von Marketing und Sales.

Seit 2016 ist er HubSpot Certified Admin und hat seither bei mehreren Unternehmen die HubSpot-Einführung und den Ausbau komplexer Automatisierungs-Workflows verantwortet – von der Dear Reality GmbH über bee smart city bis zu seiner letzten Station bei Phorest GmbH in Köln, wo er als Demand Generation & Marketing Automation Specialist (DACH) die CRM-Architektur, Nurturing-Strecken und das Marketing-Sales-Alignment für den gesamten DACH-Markt verantwortete. Dort hat er die Lead-to-Demo-Conversion durch datenbasiertes Lifecycle-Marketing auf 40 % gesteigert und maßgeblich zur Skalierung auf über 2.000 zahlende Kunden beigetragen. Bei Phorest ist Ivan inzwischen nicht mehr tätig.

Sein Tech-Stack reicht von der HubSpot Suite über Salesforce-Integrationen bis zu KI-gestützten Prozessen (Prompt Engineering, Custom Bots). Ivan lebt und arbeitet im Raum Düsseldorf/Velbert und berät Unternehmen auch unabhängig.

🔗 Ivan-Alexander Jung auf LinkedIn
Jochen Pfister, Head of Marketing und Digital-Growth-Spezialist aus Düsseldorf

Über Jochen Pfister

Head of Marketing · Recruiting Intelligence · Digital Growth

Jochen Pfister ist Head of Marketing und Digital-Growth-Spezialist mit über 20 Jahren Erfahrung in Performance Marketing, Recruiting Intelligence und digitaler Transformation – u.a. bei WIR+IRW Gruppe, Tabel Gruppe und Unique Personalservice.

Fokus auf Performance Marketing, Recruiting-Systeme, digitale Infrastruktur, SEO, SEA und skalierbare Wachstumsprozesse.

SEO SEA Recruiting Automation Digital Growth Leadgenerierung
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FAQ

Häufige Fragen zur HubSpot-Einführung

Die Antworten stammen wörtlich aus dem Interview mit Ivan-Alexander Jung.

Kurz gesagt: Ja, wenn Marketing, Vertrieb und Service wirklich zusammenarbeiten sollen und das Budget für Professional oder höher reicht. Nein, wenn du nur ein Vertriebstool brauchst oder knapp bei Kasse bist – dann gibt's günstigere Wege zum gleichen Ziel. Free und Starter reichen selten lange.

Der teuerste Fehler ist, HubSpot einzuführen und dann nur zum E-Mail-Versand zu nutzen. Man sammelt Daten – aber bereitet sie nicht auf. Und ohne saubere Prozesse dahinter bleibt HubSpot ein teures Postfach. Das eigentliche Potenzial – Automatisierung, Lead-Scoring, saubere Übergaben zwischen Marketing und Vertrieb – bleibt komplett ungenutzt.

Teuer wird's an zwei Stellen: Wenn man freigiebig mit Lizenzen um sich wirft – jeder neue Kollege bekommt mal eben einen Sitz, ohne zu prüfen, ob er ihn wirklich braucht. Und wenn man zu schnell weitere Hubs dazubucht, weil ein Feature verlockend aussieht, ohne dass der vorhandene Hub überhaupt ausgereizt ist.

Eine feste Mitarbeiterzahl als Grenze zu nennen, wäre unseriös – aber als grobe Richtung: Ab etwa 20-30 Mitarbeitenden kann HubSpot passen, darunter wird es oft schwierig, die Investition zu rechtfertigen.

Für SaaS-Unternehmen passt HubSpot sehr gut – das Geschäftsmodell und die Prozesse dahinter passen einfach zusammen. Für E-Commerce gibt es dagegen spezialisierte Systeme wie Klaviyo, die für diesen Anwendungsfall besser geeignet sind. Und bei sehr großen Unternehmen kommt oft eher Salesforce Pardot ins Spiel als HubSpot.

Pipedrive für reinen Sales-Fokus, Zoho für den Preis, Salesforce für Enterprise-Tiefe, HubSpot dort, wo Marketing und Vertrieb zusammenwachsen sollen.

Das klappt in der Regel sehr gut. HubSpot bringt eine große Auswahl an Schnittstellen mit, für die meisten gängigen Tools findet sich eine fertige Integration. Ein Punkt, den viele unterschätzen: die Sync-Zeiten. Die Daten laufen nicht in Echtzeit zwischen HubSpot und dem angebundenen Tool hin und her, sondern in Intervallen, die je nach Integration variieren.

Kommt drauf an, wofür man sie nutzt. Für die Content-Erstellung war Breeze, der von HubSpot eingebaute KI-Assistent, bisher nicht so stark. Wo es dagegen wirklich hilft: um schnell einen Workflow bauen zu lassen und danach anzupassen. Auch um sich bestimmte Reports zusammenstellen zu lassen, ist es schon sehr gut. Da spart die KI tatsächlich Zeit – nicht bei der Kreativarbeit, sondern beim Aufbau der Struktur dahinter.

Wie sieht das Pipeline-Management aus, und wie läuft der Handshake zwischen Marketing und Sales? Wie ist der bestehende Techstack aufgebaut – sollen andere Tools ersetzt werden, eingebunden werden oder nebenher weiterlaufen? Und lassen sich Daten und Opt-ins überhaupt einfach migrieren, ohne dass dabei etwas verloren geht? Der wichtigste Punkt kommt aber oft zu kurz: Die Teams müssen in die Entscheidung eingebunden werden.

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